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Di. , 18. Oktober '05 - Fans auf den Straßen im Lande Brandenburg:

„Ick hab noch 'nen Kofferraum für Berlin"

 
  
    Tag 30 - und heute machen wir Kilometer Nr. 500 - kam
    zu glauben! Aber es fällt mir (und auch den anderen)
    ziemlich schwer, morgens aufzustehen, denn draußen ist
    es kalt schon wie im November.
    Nur unsere Stimmung ist ungebrochen gut, machen
    Scherze und lachen, dass der Nebel keine Chance 
    hat, die Sonne in unseren Herzen zu verdunkeln.
    Leute ich sag euch, jetzt geht es in den Endspurt 
    und nichts hält uns auf. Ich freu mich schon, dem
    Letzten im Lande Brandenburg die Hand zu schütteln
    - es war eine dicke Überraschung, als ich heute die 
    Fotos von den Autos sah (und es sollen sogar noch
    mehr sein). Die Sonne war lange nicht zu sehen und der  
    Himmel war wolkenverhangen, als wir uns in Richtung 
    Zwenkau machten. Schon wieder eine Baustelle,
    und wir hoffen, daß der Umweg nicht zu lang ist.





Wie schon gestern, kleine Ortschaften und dann wieder riesige Äcker und vor uns das graue Band, das uns unserem Ziel, Berlin, immer näher bringt. 
Dad sagte einmal zu mir, wenn die auf den Feldern Raps anbauen, aus dem man Bio-Diesel gewinnt, wird diese Region bald erblühen und vielleicht „das Kuwait des Ostens der Republik“ - wir würden den lieben Leuten hier dafür die Daumen drücken.
Halloween kündigt sich überall an, und auch ich (siehe Bild) konnte nicht widerstehen, schon mal eine kleine Kostümprobe an einem aufgehängten Kürbis vorzunehmen.
So, morgen geht es nach Leipzig und nach unserem Lauf zu einem Pressetermin nach Bad Düben.
Peter Hornung von den Renegades hat dort eine Überraschung für uns vorbereitet und ich bin gespannt, was uns erwartet.

Macht es gut da draußen, der Countdown läuft....

Der größte Genusskiller: Zeitdruck. Lässt sich vermeiden,
denn wir haben Zeit für alles was uns wichtig ist. - Susanne Rick


 
 
 
 

  

Mi., 19. Oktober ´05 - in der Stadt der Montagsdemonstrationen


Glücksbringer und Leipziger Allerlei

   

    Wieder ein Tag – aber ein Tag wie jeder andere? 
    Mitnichten!, Carpe Diem - nutze den Tag, so kann
    ich es nur beschreiben. Sonne pur und ein
    traumhafter Weg entlang der Elster bis Leipzig.
    Fast schon hätten wir vergessen, dass man 520 Km
    auf dem Buckel hat, denn vor dieser Kulisse ist das Laufen 
    wie in Trance gegangen.
    Hier ein Foto, da ein Gespräch (weil wir immer
    wissen wollten, was da für Gebäude stehen), nur
    freundliche Menschen, und wir sogen die Momente wie ein
    trockener Schwamm auf.
    Doch auf einmal holt es dich wieder ein, die
    Geisel der Menschheit, das Telefon.


Jungs, legt einen Zahn zu, die Presse wartet auf Euch, Kevins Stimme klang sehr erregt, denn während wir uns der Schönheit der Umgebung widmeten, hatten Mum und Kevin alle Hände voll zu tun. Mum, mit dem Riesen Brummer von Hymer in der Leipziger Innenstadt und Kevin am Handy, beim Gespräch mit Reportern und der Termin-Koordination.
Also, zurück zur Mission "Walk To Berlin". In Leipzig angekommen, wartete schon ein sehr netter Moderator von RTL Radio und führte ein ausführliches Interview mit mir und Dad. Kaum war dieses vorbei, der nächste Radiosender,"Radio Mephisto" aus Leipzig mit einem Telefon-Interview und zum Schluss noch das Leipziger Volksblatt, ein Interview für die Zeitung.
Mann, ich bin schon stolz und glücklich, dass sich die Presse so für uns interessiert. Auch weil es inzwischen längst um mehr geht, denn nach vielen Tagen und Kilometern ist aus dem festen Willen, den Ernst um einen Job zu beweisen, viel mehr geworden; das „Experiment Familie“, Abend für Abend auf engstem Raum im Wohnmobil, gibt einen weiteren, ganz eigenen Sinn, und wenn ich von den Fans, Musik- und Musiker-Freunden höre und lese, würde ich sogar für ihre und unsere Musik selbst laufen. Puh - aber zumindest ist es meine Liebe zur Musik und zu meinem Beruf, die mich vorwärts treibt.
In meinem gestrigen Bericht erwähnte ich, dass Peter Hornung von den Renegades aus Erfurt eine Überraschung für mich hat, und wir waren alle sehr gespannt. Wir fuhren nach Eilenburg/Rothejane, und Peter empfing uns bei der Bildungsstätte des mitteldeutschen Schornsteinfegerhandwerks e.V., wo er als Lehrkraft tätig ist. Peter, selbst Schornsteinfeger und viele seiner Kollegen in Uniform gaben uns die Ehre, Glück für unseren weiteren Weg (auch über Berlin hinaus) zu wünschen. Hey! Nomen ist Omen hoffe ich, aber egal, wir alle haben uns riesig gefreut, wann hat man schon mal so viele Glücksbringer auf einmal. Wir wurden noch zu einer deftigen Brotzeit und ein paar Bier eingeladen (..merkt Ihr was? Man kennt uns schon...). Ich ließ mich nicht lange bitten und spielte für die ganze Truppe noch ein paar Songs auf der Gitarre. Leider mussten wir auch heute früh ins Bett, denn morgen wartet auf uns in Leipzig das Fernsehen für einen Drei-Stunden-Dreh, auf den ich mich jetzt schon freue. Außerdem will ich von dieser geschichtsträchtigen Stadt noch etwas sehen, wenn die Zeit reicht.
Das heißt aber auch, wir müssen morgen wieder Gas geben und die Zeit aufholen.

Deshalb - gute Nacht
Freunde, es ist Zeit für mich zu gehen.

Glück ist Talent für das Schicksal. - Novalis





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