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Mo. 19. September '05, 09:00 Uhr, Überbach bei Kempten

Das letzte Lied und los geht's.

   
    24 Kilometer und etliche Stunden, nachdem ich heut mein 
    Abschluss- Lied für die Allgäuer Fans gesungen habe, bin ich
    nun in Eggenthal. 
    Mein Dad und ich hatten heut schon fett Spaß auf der Straße.
    In jeder Pause sprachen uns die Leute an:
   „Lauft Ihr wirklich nach Berlin...?“

    Da wir ein Gästebuch dabei haben, schreiben alle mit
    Vergnügen hinein
    – und wir nehmen ein Stück in Gedanken mit nach Berlin.
    Mit vielen Glückwünschen geht es dann auch weiter.

   

Mama und Kevin fuhren immer sechs Kilometer mit dem Hymer Mobil vor und stellten uns für die nächsten sechs Kilometer alles her, so dass wir uns nur noch von den alten nassen T-Shirts und Pullovern trennen mussten.


Und im Nu ging es schon wieder: On The Road Again...

die ersten Blasen kommen schon, aber nachdem wir von Lothar Roscher und Rainer Eckert gut mit Blasenpflaster und Ölen versorgt wurden, war das kein großes Problem - Danke Euch Zwei!

Und Hey! Da draußen - wie Ihr wisst, sind wir zwar nicht telefonisch erreichbar, aber Ihr könnt uns ja e-mails schreiben. Aber seid nicht sauer, wenn wir nicht alle beantworten können. Man sieht sich auf der Straße!


 
 
 
  
Di. 20. September '05, 15:30 Uhr - Bad Wörishofen

Step by step - "nur" noch 650 Kilometer

Der zweite Tag: abgesehen von 2 DICKEN Blasen an den Fersen und Muskelkater an Stellen, wo ich niemals Muskeln erwartet hätte, superschön!
Dad und ich sind morgens um 8:30 gestartet und genossen die Landluft im Ostallgäu um Baisweil in vollen Zügen. Der Morgennebel lichtete sich, die Wolken rissen auf, weißblauer bayrischer Himmel und die Sonne lachte, als wollte sie sich lustig machen über uns, denn die ersten Schritte machten wir vor lauter Muskelkater im Stechschritt. Aber vielleicht hat sie nach dem Wahlergebnis einfach nur über dieses unregierbare Land gelacht.
Ein Grund mehr, das Leben selbst in die Hand zu nehmen, zu tun, zu laufen...
Mittags kamen wir in Bad Wörishofen an und am liebsten hätten wir unsere Beine in eine der vielen Kneippbäder verwöhnen lassen - aber keine Zeit, denn Mum wartete mit einem super Mittagessen: Gulasch mit Nudeln und Gemüse unter freiem Himmel, in der Sonne. Ihr müsst aber nicht neidisch werden, denn die Schmerzen blieben, ich möchte nicht jammern, aber es ist schon hart. Ok, ich denke, das wird in der ersten Woche so sein, und wir hoffen, es wird besser. Die Laune in der Familie ist einfach klasse, Dad geht mein Tempo tapfer mit (manchmal flucht er ganz leise, glaube ich...), Mum fährt das Hymer Mobil (als hätte sie noch nie etwas anderes gefahren) und Kevin ist den ganzen Tag mit seiner kleinen Kommandozentrale - Telefon, Laptop, Navigationssystem und Landkarte - beschäftigt (hallo Houston – wir haben da ein Problem...). Nur Julchen ist überfordert (soll ich zuerst fressen – und dann schlafen oder umgekehrt??) Wenn Ihr uns in Berlin nicht seht, dann deswegen, weil ein dicker Dackel vor uns steht...

Also, - bis bald irgendwo an der Strecke! Und dickes Danke für all die Mails und Gästebucheinträge!
I don't walk alone... Schönes Gefühl.
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